Krakau - Auschwitz Klassenfahrt
1. Tag
vormittags Ankunft nach Krakau
nachmittags Krakau zur Zeit der Nazibesatzung - eine alternative Stadtführung: "Alte deutsche Stadt Krakau" - die Stadt als Hauptstadt der Generalguvernements, "Sonderaktion Krakau", "Institut für Deutsche Ostarbeit", Widerstandsbewegung
abends Abendessen mit Klezmerkonzert in einem jüdischem Restaurant in Kazimierz
2. Tag
vormittags "Von Paradis Judeorum... - Führung durch das ehem. jüdische Stadtviertel Kazimierz - Geschichte und Kultur der polnischen Juden (Synagogen, jüd. Friedhöfe, Zentrum für jüdische Kultur)
nachmittags ...bis zum Abgrund" Fortsetzung der Führung im eh. Nazighetto in Podgorze (Gedenkstätte in der Apotheke zum Adler, Ghettomauer, Oskar Schindlers Fabrik und Gelände des KL Plaszow)
abends Treffen mit einem Überlebenden von "Schidlers Liste"
3. Tag
vormittags Einführung zu der Topographie der Gedenkstätte und zu der Geschichte des Lagers - Führung in Auschwitz I - Stammlager
nachmittags Führung in Auschwitz II - Birkenau
abends Treffen mit einer/m Zeitzeugin/en - Überlebenden von Auschwitz
4. Tag
vormittags Arbeit in Archiv oder Gespräch mit einem wissenschaftlichen Mitarbeiter der Gedenkstätte (mögliche Themen: Kinder in Auschwitz, Frauen in Auschwitz, Widerstandsbewegung im Lager, Medizin im Lager etc.- abhängig von den Interessen der Gruppe)
nachmittags Spaziergang durch die Stadt Oswiecim (ihre Geschichte im Kontekst der Lagersgeschichte, Auschwitz III Monowitz - Sklavenarbeit der Häftlinge, Besuch des jüdischen Zentrum und der Synagoge von Oswiecim, Filmaufführung über das Leben der Juden in der Stadt Auschwitz-Oswiecim vor dem Krieg)
abends Auswertungsgespräch
5. Tag
Heimreise/flug
Programmmöglichkeiten in der Gedenkstätte Auschwitz
- Besichtigung von Auschwitz I – Stammlager (Geschichte, Topografie und Logik des Terrors und Massenmords),
- Besichtigung von Auschwitz II – Birkenau (Geschichte, Topografie und Logik des Terrors und Massenmords),
- Nationalausstellungen: jüdische, polnische, sowietische, holländische usw,
- Archiv: ein Querschnitt dessen, was im Archiv der Gedenkstätte vorhanden ist (Häftlingspersonalbögen, Häftlingsarbeitansatz, Sterbebücher, Strafmeldungen, Personalakten über SS-Männer, Briefe aus und nach Auschwitz, Kinder im Lager etc.) Nazi-Dokumenten ermöglichen Funktionierung des Lagers aus der Täterseite kennenlernen. Auch Häftlingsberichten vorhanden,
- Kunstsammlung in der Gedenkstätte (legale und illegale Kunst im Lager, Kunst der Überlebenden),
- Besichtigung der Stadt O¶wiêcim/Auschwitz: die Geschichte ihrer jüdischen Einwohner (vor dem Krieg fast 60% Einwohner der Stadt waren Juden), Nazipläne einer national-sozialistischen Musterstadt für Volksdeutschen aus Baltikum zu bauen (die damals gebaute Häuser sind bis heute zu sehen), Geschichte des Konzerns IG-Farben, der am Rande der Stadt ein riesiges Chemischen Kombinat baute und zu diesem Zweck Arbeitskraft der Häftlinge nutzte (Auschwitz III) und endlich O¶wiêcim/Auschwitz als eine lebendige Stadt – eine Möglichkeit etwas über heutigen Polen zu erfahren,
-Gespräch mit einem Zeitzeugen (eh. Häftling von Auschwitz),
- Besuch der Ausstellung von Marian Kolodziej. Marian Ko³odziej - polnischer, bildender Künstler und Bühnenbildner. Er war Häftling Nr. 432 des KZ Lager - Auschwitz vom ersten Tag der Existenz dieses Lagers, Ganze 4 Jahre blieb er in Auschwitz 1. Sein Überleben, die Geschichte der Deportation, die Verzweiflung und Fassungslosigkeit, kommen in seinen Bildern zum Ausdruck. Zum Thema Lagervergangenheit schwieg er 50 Jahre seines Lebens. Mitte der 90er Jahre, auf Grund seiner Krankheit, fühlte er die Kraft der Worte des Dichters Herbert: „Du bist mit dem Leben davon gekommen nicht um zu leben. Du hast wenig Zeit, du muss Zeugnis ablegen“. Durch seine Wort-Bilder, die „die Gedächtnisplatten“ bilden, führt er uns in das Gedächtnis-Labyrinth von dem, was er erlebte und erfuhr.
- Treffen mit wissenschaftlichen Mitarbeiter der Gedenkstätte (Themen: Kinder in Auschwitz, Frauen in Auschwitz, Widerstand im Lager, Kunst im Lager, Arbeit der Häftlingen, IG-Farben, Sinti und Roma, Deutsche Besatzungszeit in Polen, Wahrnehmung der Gedenkstätte von verschiedenen National- und Religiösegruppen etc.),
- Erhaltungsarbeiten in der Gedenkstätte (Entfernen von Unkraut, Laubkehren, Freilegung der Fundamenten und Lagerstraßen (Eigenes Transportmittel und Arbeitskleidung ist erförderlich, die Arbeit ist von Witterung abhängig),
- Ausflug nach Krakau (eh. Hauptstadt Polens, Altstadt befindet sich auf der UNESCO-Liste der Weltkulturerbe): Besichtigung der Altstadt – Schwerpunkt: deutsch-polnische Beziehungen in der Geschichte und Gegenwart, Besichtigung des ehemaligen jüdischen Stadtteil – Kazimierz, Konzert der jüdischen Musik,