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KULTUR » MUSEENWawelsammlungen, Galerien polnischer Kunst, Czartoryski Museum, Schlesisches Haus, Alte Synagoge u.a. Wawel Mo 9.30 - 12.00, Di, Fr 9.30 - 16.00, Mi, Do, Sa 9.30 - 15, So 10.00 - 15.00 Die Wawelsammlungen sind in mehrere Austellungen eingeteilt: Die Königlichen Gemächer Wenig ist von der ursprunglichen Ausstattung des Schlosses bis in unsere Zeit erhalten geblieben. Intressant sind die Räumlichkeiten selbst, die meistens aus der Renaissance- oder Barockzeit. Die echte Perle ist die Sammlung von 143 flämischen Wandteppichen aus dem 16. Jh. Die lohnt es sich auf jedem Fall zu sehen. Die Schatzkammer Der Kronschatz wurde im 17. Jh. in den Kriegen geraubt. Die ponischen Regalien wurden im 1795 Jahr auf Befehl von Friedrich Wilhelm II, der damals Krakau okkupierte, beraubt und zu Münzen verschmolzen. In der Schatzkammer findet man einige Überreste. Der wichtigste Gegenstand ist das Schwert "Szczerbiec" (der Schartige) gennant, das seit 1320 als Krönungsschwert aller Könige von Polen gedient hat. Die Waffenkammer Ein Eisengeschäft: westeuropäische Plattenrüstungen, Harnische von gepanzerten Reitern, Sturmhauben, Schilder, Schwerter, Rapiere, Hallebarden etc. Kathedrale auf dem Wawel Das heiligste aller Polen. Der Dom ist in sich eine Sammlung nationalen Andenkens. Hier wurden die polnischen Könige gekrönt und beigesetzt. Unter ihnen ist hier auch August der Starke begraben. In der Krypta befinden sich ebenfalls die Sarkophage einiger Nationaldichter (Mickiewicz, Słowacki) und Nationalhelden, wie z.B. Marschall Piłsudski. In der Kathedrale findet man Kunstwerke von höchstem Range: Die Jagiellonen Kapelle - das schönste Renaissancewerk Norden von Alpen, die Kapelle des hl. Kreuzes mit bizantischer Wandmalerei, Werke von Veit Stoß, Bartholomeo Berecci, Gianmaria Padovano, Santi Gucci, Bertel Thorvaldsen. Die Sigismundiglocke - die größte Glocke Polens, ist auf dem Turm zu sehen, von welchem man einen schönen Panoramaausblick auf die Altstadt hat. Wenn man also etwas mehr von Polen verstehen will, ist es unumgänglich den Dom zu besuchen. Wyspiansky-Museum Pl.Szczepański 11 Di, Mi, Sa 10.00 - 19.00, Do, Fr 10.00 - 16.00, So 10.00 - 15.00, Wyspiański war als Maler und Zeichner tätig und entwarf Ornamente, Bühnendekorationen und Glasfenster. Darüber hinaus verfasste er mehrere Theaterstücke, in denen er Themen aus Mythologie und Sagen, aber auch aus der polnischen Geschichte verarbeitete. Sein ganzes Leben war mit Krakau verbunden, wenn auch einen großen Teil seines Schaffens das Land von Malopolska darstellt. Die beste Widerspiegelung dieser Inspiration, die einigermaßen die Widerspiegelung der Interesse an der ländlichen Kultur der ehemaligen künstlerischen Eliten war (die sog. Bauernliebe) ist sein Drama "Die Hochzeit". Die Werke Wyspiańskis sind heute in vielen polnischen Museen zu finden, unter anderem im Wyspiansky-Museum in Krakau. Galerie polnischer Kunst des 19. Jahrhunderts Rynek Glówny 1 (im 1. Stock der Tuchhallen), Di, Fr, Sa, 10.00 - 19.00, Mi, Do 10.00 - 16.00, Son 10.00 - 15.00. Gemälede von Jan Matejko "Preussische Huldigung", "Kościuszko bei Racławice", "Wernyhora", Artur Grottger "Abschied", "Empfang eines Aufstaendischen", Jacek Malczewski "Weihnachtsabend in Sibirien", Piotr Michalowski "Reiterangriff in der Schlucht von Samossiera" u.a. bilden interessante Sammlung der Nationalikonographie. Viele dieser Bilder gestalten bis zum heutigen Tag das historische Bewusstsein der Polen. Sonst viele andere interessante Werken. Notwendigerweise sollte man zuerst den Stadtführer fragen - was die Preussische Huldigung war, wer war Kościuszko und wo ist Samossiera, um mit einem gewissenen Verständnis eine überraschend schöne Stunde in der Galerie verbringen. Galerie polnischer Kunst des 20. Jahrhunderts Al. 3 Maja 1 (gegenüber vom Hotel "Cracovia") Vorübergehend geschlossen. In der Galerie wird polnische Malerei von 1890 bis zur Gegenwart ausgestellt. Die Galerie ist groß, meistens leer und sammelt nicht immer das beste. Vor allem die Säale, die Künstler der Nachkriegszeit präsentieren, können teilweise langweilig werden. Trotzdem guter Überblick. Für Kunstliebhaber, wenn es regnet. Czartoryski Museum Czartoryski - Palais, św. Jana 19, Di, Do, Sa, So 10.00 - 15.30, Mi, Fr 10.00 - 18.00 Das älteste Museum in Polen. Bilder von der Renaissance bis zum 18. Jh. mit der berühmten "Dame mit dem Hermelin" von Leonardo da Vinci, dem wertvollsten Kunstwerk in der polnischen Sammlung und mit Rembrandts "Landschaft mit barmherzigem Samariter", Graphiken von Dürer, Rembrandt, David. Der Hauptteil der Sammlung entstand Anfangs 19. Jh., kurz nach Teilung Polens. Diese Sammlung ist eine sentimentale silva rerum des nationalen Andenkens, welche den Reichtum und die Pracht der polnischen Kultur und die vergangene politische Macht unter Beweis stellen soll; geschenkt wurde der Nation von der Aristokratenfamilie Czartoryski. U.a. Filzmantel von Stefan Czarniecki, Säbel von Kościuszko, aber auch Gegenstände, die mit Shakespeare, Napoleon, Goethe und Chopin verbunden sind. Gemütliches Chaos mit aristokratischem Charme. Collegium Maius ul. Jagiellonska 15 Mo, Di, Mi, Do, Fr 10.00 - 14.20, Sa 10.00 - 13.20 Universitätsmuseum in der ältesten Gebäude der Krakauer Universität. Wertvolle Sammlungen aus der Schatzkammer der Universität, astronomische Instrumente, auch all jene, mit denen Nikolaus Kopernikus arbeitete, Globussammlung mit dem goldenen Jagiellonen Globus auf dem Amerika zum erstem Mal vermerkt worden ist. Die alte Aula und andere, interessante, historische Inneneinrichtungen. Besichtigung nur mit Museumsguide. Museum der Krakauer Stadtgeschichte Palais - Krzysztofory, Rynek Główny 35, Mi, Do, Fr, Sa, So 10.00 - 17.30, Interessante Sammlung ikonographischer Darstellungen des alten Krakau, Sammlung der Krakauer Weihnachtskrippen, Lajkonik - eine Tracht, die von Stanisław Wyspiański entworfen wurde, sonst Gemäldesammlung, Militaria, Dokumente, Zunftandenken, Befreinugskämpfe des 19. Jh. etc. Schlesisches Haus (Dom Śląski) ul. Pomorska 2 Di, Mi, Do, Fr, Sa, So 10.00 - 17.30 Krakau 1939 -1945. Naziokkupation in Krakau. Ausstellung im eh. Sitz der Gestapo. Handeln der Okkupanten, Wiederstandbewegung. Die Ausstellung besteht zu meist aus Dokumenten und Fotos. Alte Synagoge ul. Szeroka 24, Mo 10.00 - 14.00, Di - So 10.00 - 17.00 Geschichte und Kultur der Krakauer Juden. Teilweise erhaltene, oder rekonstruierte Innenausstattung der ältesten Synagoge Krakaus, Kunstgewerbe, die mit dem Kultus und Sitten der Juden zussamenhängen, Einführung in die jüdische Feiertage, Ikongraphie des jüdischen Kazimierz, Geschichte der Gemeinde in der Zeit des Holocaust. Erläuterungen auch auf Englisch. "Zum Adler" Apotheke pl. Bohaterów Getta 13, Mo 10 - 14, Di, Mi, Do, Fr, Sa 9.30 - 17.00 Kleine Fotoausstellung zum Thema Geschichte der Krakauer Juden 1939 - 1945. Ghetto, KL Plaszów. Die Tätigkeit von Tadeusz Pankiewicz. Der Apotheker Pankiewicz war zur Ghettozeit der einzige Pole, der auf Ghettogebiet bleiben durfte. In seiner Apotheke wurde medizinische Hilfe geleistet und wurde zum einem Treffpunkt der jüdischen Intelligenz und eine Verbindungsstelle mit den übrigen Stadtteilen. Hier wird die Geschichte der Krakauer Juden und ihrer Gemeinde zu Ende erzählt. Dokumente auf deutsch, Erläuterungen auf englisch. Hier ist die Geschichte der Gemeinde bis zum Ende erzählt. Nur ein paar hundert Meter ist es von Kazimierz über die Weichsel zu der Apotheke. Hl.Wlodimir - Stiftung ul. Kanonicza 15 Do, Fr, Sa, So 12 - 16 Ikonen von 17. bis 19. Jh. Eindrucksvolle orthodoxe Kapelle, entworfen vom berühmten, modernen Ikonenmaler Jerzy Nowosielski. Mistizismus in der moderne Form bringt Verwirrung. Lassen Sie sich überraschen. Es reichen 10 Minuten auf dem Weg zum Wawel (die Schlüssel von der Kapelle sind in der ukrainischen Buchhandlung zu bekommen). « Zurück |
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